Durchführung 100m Hindernisbahn

Wettkampfgeräte und Hindernisse für den 100m- Hindernislauf


Strahlrohr
- Mindestlänge: 25 cm
- Mindestgewicht: 0,4 kg
- Kupplung nach Norm aus Metall oder Kunststoff mit Dichtungsring
- Zulässig sind Zugbänder am Strahlrohr
- Zugband nicht aus dehnbarem Material (z. B. Gummi)
- Länge des Zugbandes max. 50 cm

C-Rollschläuche
- Schläuche aus Gewebe oder Synthetik
- Breite des gerollten Schlauches mind. 60 mm
- Schlauchlänge 19 m - 21 m
- Kupplungen nach Norm aus Metall oder Kunststoff mit Dichtungsringen
- Mindestgewicht beider Schläuche zusammen 5,0 kg
- An den Schläuchen sind gut befestigte Untersätze / Einsätze zur Erhöhung der
Standsicherheit zulässig.

Verteiler
- Verteiler mit Kupplungen aus Metall oder Kunststoff mit Dichtungsringen
- Mit einem Eingang und 3 Ausgängen, allen Kupplungen und Ventilen, max. 4
Stützen (max Durchmesser der Stützen 4 cm);
- Die Unterkante der niedrigsten Knagge darf nicht mehr als 6 cm vom Boden
entfernt sein.
- Unterbauten bzw. Gewichtserhöhungen am Verteiler sind unzulässig.
- Individuelle Verteiler sind zulässig, wenn sie den Anforderungen dieser
Wettkampfordnung entsprechen.
- Der Verteiler darf beliebig auf der Laufbahn in Höhe der Verteilerlinie abgestellt
werden, jedoch muss die vertikale Linie der Kupplungen rechtwinklig zur
Horizontale der Laufbahn sein.


Hinderniswand Männer
Die Hinderniswand ist 2 m breit und 2 m hoch. Sie besteht aus 4-5 cm starken,
glatt zusammengefügten Brettern. Die Wand ist mit Seitenstreben standsicher
abzustützen und gegen Verrutschen zu sichern. Zur Verbesserung der
Haftfähigkeit sowie zum Schutz des Holzes gegen die Beschädigung durch Spikes
oder Dornen sind auf beiden Seiten An- bzw. Absprungmatten aus Tartan- oder
ähnliche Materialien an zu bringen.

Hinderniswand Frauen
Als Hinderniswand für den 100m-Hindernislauf der Frauen dient eine
herkömmliche Hürde aus dem Leichtathletikbereich mit einer Höhe von
68 – 72 cm und einer Breite von 1,20 m.

Laufbalken
Der Laufbalken ist 8 m lang und ist an 3 vertikalen Stützen befestigt.
Die Oberfläche des Laufbalkens befindet sich 1,20 m über der Laufbahn. Die
Lauffläche ist eben und 18 cm breit. An den Enden des Balkens befindet sich
eine Auf- bzw. eine Ablaufbohle mit einer Länge von jeweils 2 m, einer Breite
von 25 cm und einer Brettstärke von mindestens 4 cm. Auf diesen Bohlen
sind im Abstand von 35 cm (von oben bis Mitte der ersten Querleiste beginnend)
5 cm breite und 3 cm hohe Querleisten angebracht. Die Lauffläche des Balkens
inkl. der Bohlen sollten mit festem, rutsch hemmendem Belag, der für die
Benutzung mit Spikes geeignet ist, belegt werden.

Die Wettkampfbahn für den 100 m Hindernislauf
Die Disziplin wird auf zwei oder mehr Laufbahnen ausgetragen. Eine Laufbahn ist
mindestens 115 m lang und 2m breit. Die Laufbahnen sind in ihrer ganzen Länge
gut sichtbar zu markieren. Start- und Zielmarkierungen sowie die
Begrenzungslinien sind auf dem jeweiligen Belag durchgehend 5 cm breit zu
kennzeichnen.

23 m nach der Startlinie steht die Hinderniswand für die Männer
bzw. die Hürde für die Frauen.

5 m nach der Hinderniswand/Hürde werden zwei C-Schläuche doppelt gerollt,
beliebig abgestellt (28 m Marke).

10 m nach den abgelegten C-Schläuchen (38 m Marke) beginnt die Auflaufbohle
des Laufbalkens. Am Ende des Laufbalkens (Beginn der Ablaufbohle) befindet
sich auf der Laufbahn die Begrenzungslinie.

Auf der 75 m Marke der Bahn ist der Verteiler auf seinen Füßen aufgestellt.
Er darf horizontal beliebig gedreht, aber nicht befestigt werden.

An der 100 m Marke befindet sich die Ziellinie. Bei elektronischer Zeitnahme
mittels Lichtschranken sind diese in einer Höhe von 1,25 m über dem Boden
anzubringen.

Nach der Ziellinie ist eine Auslauflänge von mindestens 10 m sicher zu stellen.
Am Start sollten 5 m vor der Startlinie vorhanden sein.

Für den Nachweis der Windverhältnisse zur Registrierung von Rekorden wird
die Windmessung durch einen Kampfrichter beim 100 m-Hindernislauf
empfohlen. Die Windverhältnisse sollten je Lauf registriert werden.


Der 100 m-Hindernislauf
Der/Die aufgerufene Wettkämpfer/in nimmt mit dem C-Strahlrohr vor der
Startlinie die Startposition ein, ohne die Startlinie zu berühren. Das Strahlrohr
kann beliebig getragen werden. Eine Befestigung des Strahlrohres am Körper
mit einem Zugband ist gestattet.
Nach dem Startkommando des Starters läuft der/die Wettkämpfer/in in der
ihm/ihr zugewiesenen Laufbahn, überwindet die Hindernis-wand an der 23 m
Marke ohne Zuhilfenahme der Stützen, nimmt an der 28 m Marke die 2 C-
Schläuche auf, überwindet den Laufbalken (38 m Marke), rollt die Schläuche aus
und kuppelt diese untereinander, läuft zum Verteiler (75 m Marke) und kuppelt an
diesen die Schlauchleitung an, kuppelt weiterhin das Strahlrohr an die
Schlauchleitung und läuft mit vollständig gekuppelter Schlauchleitung über die
Ziellinie. Nach dem Zieldurchlauf müssen alle Kupplungen ordnungsgemäß
zusammen gekuppelt sein.
Der/Die Wettkämpfer/in darf die Schläuche vor, während oder nach dem
Überqueren des Laufbalkens ausrollen und kuppeln. Das Kuppeln der
Schlauchleitung, das Ankuppeln am Verteiler und am Strahlrohr darf beliebig
und in beliebiger Reihenfolge im Stand und in der Bewegung erfolgen. Das
Ankuppeln der Schlauchleitung an den Verteiler hat an der Verteilerlinie zu
erfolgen.
Beim Ablaufen vom Laufbalken darf der/die Wettkämpfer/in den Boden nicht vor
der markierten Begrenzungslinie berühren, anderenfalls muss er/sie zurücklaufen
und den Laufbalken erneut überwinden.
Beim Zieldurchlauf ist das Strahlrohr so zu halten, dass die Kampfrichter am Ziel
das ordnungsgemäß an den Schlauch gekuppelte Strahlrohr erkennen kann,
ansonsten ist der Versuch ungültig.
Nach dem Startkommando des Starters ist es mit Ausnahme des Wettkämpfers
bzw. der Wettkämpferin niemanden mehr gestattet, die Laufbahn zu betreten bzw.
die Schläuche zu berühren.

Mehr in dieser Kategorie: Ausrüstung 100m Hindernisbahn »