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Photovoltaikanlagen Empfehlung

 

Photovoltaikanlagen – Hinweise zur Schadenverhütung

 

symbol photopholtaik
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Photovoltaikanlagen (PV-Anlagen) wandeln Sonnenlicht in elektrischen Strom um. Der lässt sich dann in das das öffentliche Versorgungsnetz einspeisen oder selbst nutzen. Eine der umweltverträglichsten Energieerzeugungen. Im Wesentlichen bestehen diese Anlagen aus den Solarmodulen, aus elektrischen Kabeln, einem Wechselrichter, einem Lasttrennschalter, meist im Wechselrichter integriert, und einem Einspeisestromzähler.

 Die Solarmodule können auf dem Dach montiert oder darin integriert sein.

 

PV-Anlagen erzeugen Gleichstrom. Grundsätzlich nimmt man an, dass der bis zu 1000 V betragen kann – eine durchaus lebensgefährliche Spannung. Vereinfacht dargestellt funktioniert die Stromproduktion durch PV-Anlagen so, dass zunächst die Lichtenergie in den Solarmodulen Spannungsunterschiede verursacht. Die dabei entstehende Spannung bewirkt einen Stromfluss, der aus den Solarmodulen zum Wechselrichter fließt.  Der wandelt diesen Gleichstrom in Wechselstrom. Danach fließt der Wechselstrom  durch den Einspeisestromzähler in das öffentliche Stromnetz.

Sollte es im Bereich einer PV-Anlage zu einem Brand oder einer Überflutung kommen, ist das für die anrückende Feuerwehr kein alltäglicher Einsatz. Zwar sind Brände in Gebäuden mit elektrischen Anlagen nichts Neues für die Feuerwehr. Unsere Einsatzkräfte sind dafür ausgebildet, Gefahren an der Einsatzstelle zu erkennen und mit ihnen umzugehen. Für die Feuerwehr kann sich aber die Brandbekämpfung und Gefahrbeseitigung im Bereich einer PV-Anlage verzögern, wenn der Besitzer die PV-Anlage unzureichend beschildert oder mögliche Trennstellen nicht gekennzeichnet hat.

Vor allem folgende Umstände erschweren den Einsatz der Feuerwehr:

-       PV-Anlagen produzieren kontinuierlich Gleichstrom, sobald sie von Lichtstrahlen getroffen werden. Das kann Sonnenlicht oder auch Scheinwerferlicht sein.

-       Ein Abschalten des Gleichstromes ist bei bisherigen Anlagen meist nicht möglich. Eine Trennstelle zwischen Solarmodulen und Wechselrichter ist zwar wünschenswert und vor allem auf dem Dach angebracht sinnvoll, aber nicht vorgeschrieben. Damit liegt bei den meisten PV-Anlagen zumindest bis zum Wechselrichter ständig Strom an. Hier erst lässt sich bei fehlender Trennstelle zuerst der Stromfluss unterbrechen. Die Feuerwehr muss also den Brand bei quasi eingeschaltetem Gleichstrom von bis zu 1000 V bekämpfen. Bis dahin besteht also latent die Gefahr des gefährlichen Stromschlages für die Einsatzkräfte und PV-Anlagenbesitzer.         

-       Zur diesjährigen Funkausstellung im September wurden zwar Mikrotrennschalter zur Dachmontage mit Fernbedienmöglichkeit vorgestellt, aber diese neuen Forschungsergebnisse sind noch nicht serienreif und nach Herstelleraussagen nur schwer in bereits bestehenden Anlagen nachrüstbar.

-       Der Ort für die Aufstellung des Wechselrichters ist derzeitig weder vorgeschrieben noch kennzeichnungspflichtig. Für die Einsatzkräfte der Feuerwehr ist zur Vermeidung von Stromunfällen eine derartige Kennzeichnung aber wichtig und daher sehr zu empfehlen. Dann lassen sich die Gefahren des Einsatzes eindeutig erkennen und zielgerichtet sowie effektiv bekämpfen.  Beispiele für eine normgerechte Beschilderung entnehmen Sie bitte den Bildern 1 und 2.

-       Solarmodule können im Brandfall die Abführung von Wärme und Brandrauch behindern und so die Löscharbeiten erschweren.

-       Die Brandausbreitung kann sich durch eine Kaminwirkung zwischen Modulen und Dach sowie wegen einer möglichen Wärmereflexion von den Modulen zurück auf das Dach beschleunigen.

 

Schlussfolgernd daraus können folgende Tipps durch Besitzer von PV-Anlagen umgesetzt der Feuerwehr helfen, ihre Einsatzaufgaben effektiv zu erfüllen und damit die Schadensausbreitung schneller zu begrenzen:

  1. 1.Die PV-Anlagen mit dem dazu entwickelten Piktogramm (Bild 1) gut sichtbar kennzeichnen. Ein derartiges Schild sollte wenigstens DIN A6 groß und im Bereich der Hausverteilung oder des Hausanschlusses angebracht sein.
  2. 2.Die Feuerwehr spätestens bei Ankunft an der Einsatzstelle informieren über

-          Kabelführung der PV-Anlage

-          Aufstellort Gleichrichter

-          ggf. vorhandene Trennstellen zwischen Solarmodulen und dem Rest der PV-Anlage sowie deren Anbringungsort und Erreichbarkeit.

Dazu eignet sich z. B. ein Übersichtsplan ähnlich dem Beispiel in Bild 2

            

 

i.A. der FF Klitten

Wolfgang Gabler


Letzte Änderung amFreitag, 16 Mai 2014 17:38
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