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Stellt euch vor es brennt und keine Feuerwehr kommt Empfehlung

 

 Stell Dir vor es brennt und keine Feuerwehr kommt
                                       - eine Bilanz des Jahres 2011 der Freiwilligen Feuerwehr Klitten

 
Am 20.01.2012 führte die Freiwilligen Feuerwehr Klitten ihre Jahreshauptversammlung für 2011 durch. 45 Kameradinnen, Kameraden und Gäste hörten lt. Tagesordnung u.a. den Jah-resbericht des Wehrleiters, den Jahresbericht des Jugendwartes und bekamen den Jahres-arbeitsplan 2012 vorgestellt.  

Deutlich wurde in allen Jahresberichten, welche Erfolge die Feuerwehr erreicht hat. Hartmut Kosubek analysierte als Jugendwart

der Wehr die Arbeit der insgesamt 21 Mädchen und Jungen.

Christian Krause nahm in seiner Verantwortung als Wehrleiter die Arbeit der aktiven Abteilung unter die kritische Lupe. Beide Berichterstatter, Hartmut Kosubek und Christian Krause, konnten viele positive Ergebnisse  aufzählen, so z. B. wurden insgesamt 1.600 Stunden für die feuerwehrtechnische Ausbildung, Gruppennachmittage und Öffentlichkeitsarbeit mit der Jugendfeuerwehr aufgebracht und 14 Einsätze durch die aktive Abteilung erfolgreich absolviert. Dabei wurden u.a. die Folgen von 3 Verkehrsunfällen beseitigt und 4 Brände be-kämpft.    

Ein rundum gutes Ergebnis  der Arbeit in 2011? Über eines der wichtigsten Themen in der Wehr, die rückläufige Anzahl der Mitglieder in der aktiven Abteilung, war kein positiver Bericht möglich. Die bereits jahrelang anhaltende Tendenz des Mitgliederschwundes war auch 2011 nicht umkehrbar. Wohl konnten Ortsvorsteher Eduard Luhmann, stellvertretender Bür-germeister Wolfgang Junker und die Wehrleitung den 3 jungen Feuerwehrleuten Lisa Kosubek, Philiph Barthe und Sophie Schieback, zur Aufnahme in die aktive Abteilung gratu-lieren, aber bis zu einer vollen Einsatzbereitschaft stehen den 16-jährigen noch 2 Jahre Wartezeit bevor. Bis dahin dürfen sie nur außerhalb der Gefahrenbereiche an den Ein-satzorten unterstützend wirken.      
Wie kann es also sein, dass eine gute und von der Vertreterin des Amtes für Brand- und Ka-tastrophenschutzes, Ingelore Ruge, ausdrücklich als beispielgebend im gesamten Landkreis Görlitz dargestellte Jugendarbeit in der FF Klitten den Mangel an Einsatzkräften nicht behe-ben kann? Wie kann es sein, dass trotz konstant hoher Mitgliederzahlen in der Jugendabtei-lung der FF Klitten zu wenig Nachwuchs in die aktive Abteilung überwechselt? Die Antwort liegt in vielen Punkten begründet, denen auch Christian Krause nachging. Die wichtigsten sind Besuch von Schule, Absolvierung von Studium und die Aufnahme von Arbeit außerhalb von Klitten, oft sogar außerhalb von Sachsen. Gepaart wird das noch mit der ohnehin  prob-lematischen demografischen Entwicklung in unserer Region. Die Einwohnerzahl ist leicht rückläufig, der Altersdurchschnitt steigend. Zuwenig Nachwuchs kann den Abgang nicht kompensieren. Auch in der Feuerwehr Klitten nicht.

Bleibt uns da nur übrig den Kopf im Sand zu vergraben? Auch darüber wurde zur Jahres-hauptversammlung gesprochen. Klar wurde, dass neue Konzepte für die Sicherung der Ein-satzbereitschaft her müssen. So z. B. schlagen die Kameradinnen und Kameraden aus Klitten vor, die großen Potenziale für die Aus- und Fortbildung, u.a. durch die beiden Mitarbeiter der Landesfeuerwehrschule in der FF Klitten getragen, künftig für alle Feuerwehren der Ge-meinde zu nutzen. Ein Anfang soll die Atemschutzausbildung am 31.03. sein. Denkbar ist die Intensivierung der Zusammenarbeit bei Einsätzen innerhalb der gesamten Gemeinde, z. B. durch die Einführung von stützpunktartig geförderter Einsatzdurchführung und Einsatzlogistik. Bedenkenswert scheint ein besseres Abstimmen der Brandschutzbedarfspläne für die nächsten Jahre zu sein. Auch die Nachbreitung der Einsätze lässt für die gesamte Gemeinde betrachtet Effektivitätssteigerungen möglich erscheinen, z. B. durch eine verbesserte Struktur bei der Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft.
Ja und schließlich wäre sicher auch eine von der Gemeinde unterstützte Aktion zur verstärk-ten Mitgliedergewinnung denkbar. Gern geben die Feuerwehren auch denen eine Mitarbeits-chance, die sich über die in ihrer Freizeit übenden und Gefahren bekämpfenden Feuerwehr-leute bisher nur amüsieren oder die gar gering schätzen. Nicht, dass irgendwann ein Bürger unserer Gemeinde umsonst auf die von ihm alarmierte Feuerwehr warten muss.    


W. Gabler
i.A. FF Klitten

Letzte Änderung amSonntag, 09 März 2014 13:44
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